Häufige Fragen 2017-12-21T22:47:08+00:00

Häufige Fragen

 Wichtig ist es, bekannt zu machen, dass man mit FSSJler*innen zusammenarbeiten
möchte. Dazu tragen Sie sich unter www.fssj-wmk.de in die FSSJ-Datenbank ein.
Ergänzend können Sie bei der Koordinierungsstelle Plakate und Flyer anfordern, um
damit auf sich aufmerksam zu machen. Die Koordinierungsstelle wirbt bei allen ihren
Infoterminen für die Einsatzstellen in der Datenbank und weist auf die grundsätzlichen
Möglichkeiten hin (Kindergarten, Seniorenheime, Vereine…).
 Das eigene Umfeld bietet immer auch Gelegenheit, für das FSSJ zu werben und
Jugendliche direkt anzusprechen, z.B. aktive Jugendliche im eigenen Verein oder vor Ort.
 Interessierte Jugendliche können sich aus eigenem Interesse an Sie wenden.

 Ist von beiden Seiten die Entscheidung für das FSSJ gefallen, füllen Einsatzstelle und
FSSJler*in inklusive Elternteil den FSSJ-Vermittlungsbogen aus und unterschreiben
diesen. Den Vermittlungsbogen gibt es unter www.fssj-wmk.de/downloads. Der
unterschriebene Vermittlungsbogen wird gesandt an:
 Ev. Familienbildungsstätte Werra-Meißner
Omnibus – die Freiwilligenagentur
An den Anlagen 14a
37269 Eschwege

Oktober

 Beginn des FSSJ mit Anmeldung
 Mit Beginn der Tätigkeit wird auch der Stundennachweis geführt

November

 1. Austauschtreffen der FSSJler*innen
 Treffen der Einsatzstellen

November bis März

 Koordinierungsstelle führt Vor-Ort- Besuche & Gespräche in den Einsatzstellen

März

 2. Austauschtreffen der FSSJler*innen

Mai/Juni/Juli

 Auswertungstreffen mit FSSJler*innen, Einsatzstellen, Schulen
 3. Austauschtreffen der FSSJler*innen

Schuljahresende

 Ende des FSSJ
 Abgabe der unterschriebenen Stundennachweise bei Omnibus
 Die Koordinierungsstelle versendet eine Beurteilungsvorlage, die die Einsatzstelle für
Ihre/n FSSJler*in anpasst und an die Koordinierungsstelle zurücksendet. Die
Koordinierungsstelle stellt die FSSJ-Zeugnisse aus und legt sie der Einsatzstelle
abschließend zur Unterschrift vor.
Beginn des neuen Schuljahres
 Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe

 FSSJler*innen sind grundsätzlich Ehrenamtliche der Einsatzstelle und entsprechend wie
jede*r andere Ehrenamtliche der Einrichtung versichert.

 Jede Einsatzstelle sollte darüber Auskunft geben können, wie ihre Ehrenamtlichen
versichert sind.

 Die Hessische Landesregierung hat ergänzende Rahmenverträge zur Unfall- und
Haftpflichtversicherung für Freiwillige abgeschlossen (Infos unter www.gemeinsam-
aktiv.de).

Die Einsatzzeiten werden zwischen der Einsatzstelle und dem/der FSSJler*in abgesprochen.
Ist der/die FSSJler*in verhindert, sollte sie/er so frühzeitig wie möglich in der Einsatzstelle
Bescheid geben und den weiteren Einsatz besprechen.

Da ein FSSJ eine ehrenamtliche Tätigkeit ist und freiwillig stattfindet, kann es grundsätzlich
auch jederzeit abgebrochen werden. Allerdings haben sich beim FSSJ der/die Jugendliche
und die Einsatzstelle auf eine verbindliche Zusammenarbeit über ein Schuljahr hinweg
verständigt. Über die Gründe, ein FSSJ abbrechen zu wollen, sollte miteinander geredet
werden, mit der Einsatzstelle und/oder der Koordinierungsstelle. Nur dann besteht die
Möglichkeit, seitens der Einsatzstelle oder der Koordinierungsstelle etwas zu verbessern,
falls die Gründe hier liegen. Neben einem Abbruch kann auch ein Wechsel der Einsatzstelle
eine Lösung sein.

 Mit Beginn des FSSJ ist ein Stundennachweis über die ehrenamtliche Tätigkeit zu führen.
Die entsprechende Vorlage hierzu gibt es unter www.fssj-wmk.de/downloads.
 Der Stundennachweis kann von dem/der FSSJler*in geführt werden oder von dem/der
Betreuer*in der Einsatzstelle. Das vereinbaren die Beteiligten vor Ort.
 Empfohlen wird im Verlauf des FSSJ die geleisteten freiwilligen Stunden im Blick zu
haben.
 Am Ende des FSSJ wird der Stundennachweis von der Einsatzstelle abgezeichnet und an
die Koordinierungsstelle geschickt.

Im Schnitt sind es etwa 2,5 Stunden Zeit, die pro Woche für ein FSSJ aufzubringen sind,
wenn man die Ferien ausklammert. Fallen die wöchentlichen Einsätze zeitlich deutlich
geringer aus, sollte gleich zu Beginn des FSSJ mit der Einsatzstelle gemeinsam überlegt
werden, welche zusätzlichen freiwilligen Tätigkeiten ergänzend in Frage kommen (z.B.
Vorbereitung von Festen und Veranstaltungen, zusätzliche Termine in den Ferien u.a.). Im
Frühjahr sollten FSSJler*in und Einsatzstelle sich noch einmal gemeinsam versichern, ob der
Zeitplan passt oder ob Ergänzungen zu überlegen sind. Sollte es schwierig sein, die 80
Einsatzstunden bis zum Ende des Schuljahres und damit dem Ende des FSSJ zu erbringen,
können zwischen Einsatzstelle und FSSJler*in in Absprache mit der Koordinierungsstelle
individuelle Vereinbarungen getroffen werden z.B. Einsätze innerhalb der Sommerferien.

Zwei Stunden pro Woche, bzw. sogar eher zwischen zwei und drei Stunden sind nur ein
Durchschnitt. In den meisten Einsatzstellen sind jedoch regelmäßige feste wöchentliche
Termine sinnvoll. Es kann aber auch Einsatzstellen und Bedingungen geben, bei denen das
FSSJ unregelmäßig oder mit einem anderen Rhythmus (z.B. 14tägig) umgesetzt wird. Das
richtet sich nach den Bedingungen der Einsatzstelle und der Jugendlichen. Wichtig ist
jedoch, dass es ein Engagement über das Schuljahr hinweg ist.

Die Koordinierungsstelle erstellt das Zeugnis in Zusammenarbeit mit der Einsatzstelle.
Dazu versendet die Koordinierungsstelle eine Beurteilungsvorlage, die die Einsatzstelle für
Ihre/n FSSJler*in und ihre Einrichtung anpasst und an die Koordinierungsstelle
zurücksendet. Die Koordinierungsstelle stellt die FSSJ-Zeugnisse aus und legt sie der
Einsatzstelle abschließend zur Unterschrift vor.

Bei Bewerbungen jeglicher Art spielt es zunehmend eine Rolle, neben einem Schulzeugnis
auch andere Kompetenzen vorweisen zu können. Freiwilliges Engagement wird in der Regel
sehr positiv bewertet. Das FSSJ-Zeugnis enthält neben dem Umfang und der Art der
freiwilligen Tätigkeit auch eine positive Beurteilung der persönlichen Kompetenzen, die
Jugendliche im FSSJ gezeigt und weiter entwickelt haben.

Folgende Aufgaben sind in der Betreuung der FSSJler*innen wichtig:
 Information
 Austausch & Reflexion
 Feedback
 Ansprechpartner bei Fragen und Problemen
 Anerkennung
 Förderung und Weiterentwicklung
Diese Aufgaben werden sowohl von der Einsatzstelle (im Alltag vor Ort) wie auch der
Koordinierungsstelle (durch einzelne Angebote) wahrgenommen.
FSSJler*innen sind Ehrenamtliche in ihrer Einsatzstelle. Vor Ort findet die regelmäßige
Zusammenarbeit statt und besteht ein enger Kontakt. Daher ist es die Aufgabe der
Betreuer*innen in den Einsatzstellen im „Engagementalltag“ ein Auge darauf zu haben, dass
die Jugendlichen altersgemäß eingesetzt werden, gemäß ihrer Kompetenzen nicht über-
oder unterfordert sind und möglichst gute Engagementerfahrungen in ihrer Einrichtung
machen können.
Die Koordinierungsstelle ergänzt die Begleitung durch die Einsatzstelle mit Angeboten an die
FSSJler*innen zum Austausch, zur allg. Information, zur gemeinsamen Reflexion und zur
Fortbildung. Zudem ist die Koordinierungsstelle für alle Beteiligten Ansprechpartner bei
Fragen, Unklarheiten und Schwierigkeiten.

Empfehlungen an die Einsatzstellen zur Begleitung im „Engagementalltag“

Erstgespräch

Für das Erstgespräch sollte man sich Zeit nehmen, ggf. ist es besser, einen Termin zu
vereinbaren. In der Einrichtung sollte geklärt sein, wer dafür zuständig ist. Im Erstgespräch
sollten die grundlegenden Erwartungen und Wünsche beiderseits sowie organisatorische
Fragen geklärt werden. Welche ehrenamtliche Aufgaben hat die Einsatzstelle zu bieten,
welche konkreten Tätigkeiten erwarten die Jugendlichen? Passt die Aufgabe zu den
Wünschen und Kompetenzen der Jugendlichen? Welchen eigenen Gestaltungsspielraum
bietet die Aufgabe? Wer ist Ansprechpartner für den/die FSSJler*in? Können FSSJler*in und
Einsatzstelle sich auf Einsatzzeiten verständigen?

Schnupperstunden

Wenn sich der/die interessierte Jugendliche und die Einrichtung nicht kennen, kann es
sinnvoll sein, Schnupperstunden zu vereinbaren. Damit kann die Entscheidung für beide
Seiten überprüft werden.

Einführung in die Einrichtung &  Tätigkeit

Haben sich beide Seiten für die Durchführung des FSSJ entschieden, die Anmeldung bei der
Koordinierungsstelle ist erfolgt und das FSSJ beginnt, dann ist eine gute Einführung in die
Einrichtung und Tätigkeit wichtig. Je unerfahrener die Jugendlichen mit der Tätigkeit sind,
z.B. Umgang mit alten Menschen, umso mehr Informationen und praktische Anleitung sollten
sie erhalten. Der/die Anleiter der Einsatzstelle sollte auch von sich aus auf die
FSSJlern*innen zugehen, um zu erfahren, ob sie gut mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit klar
kommen oder ob Dinge geklärt bzw. verbessert werden können.

Gut erreichbare Ansprechpartner

Da man nicht alles an einem Tag lernt und immer wieder mit Fragen und Unklarheiten zu
rechnen ist, sollte den FSSJler*innen klar sein, wen sie ansprechen können. Der bzw. einer
der Ansprechpartner*innen sollte immer erreichbar sein.

Ins Team aufnehmen

Stellen sie sicher, dass der/die FSSJler*innen in ihr Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen
aufgenommen wird. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um sich in ihrer Einrichtung wohl
zu fühlen. Machen sie deutlich, dass FSSJler*innen nicht mit Praktikanten*innen zu
verwechseln sind. Als Ehrenamtliche investieren sie ihre Freizeit in die Tätigkeit und das
Interesse an ihrer Einrichtung ist freiwillig.

Nach der Startphase: Feedbackgespräch

Nach einer Zeit der Einarbeitung ist es sinnvoll mit dem/der FSSJler*in ein
Feedbackgespräch zu führen. Kündigen Sie das Gespräch an und nehmen Sie sich Zeit
dafür. Im Austausch kann überprüft werden, ob der/die FSSJler*in sich in ihrem/seinem
Engagement in ihrer Einrichtung wohl fühlt. Ist er/sie über- oder unterfordert, fehlt es an
Informationen oder Unterstützung und sollte etwas verbessert werden. Geben auch Sie
konstruktives Feedback und zeigen Sie Ihre Wertschätzung für „Ihre“ Ehrenamtlichen.

Ideen aufgreifen und prüfen

„Spaß“ an der Arbeit bedeutet für die meisten Freiwilligen auch, ernst genommen zu werden.
Ermutigen Sie die FSSJler*innen immer wieder, eigene Ideen einzubringen. Das fördert die
Eigenständigkeit und von vielen „jungen Ideen“ kann ihre Einrichtung profitieren. Auch wenn
Vorschläge nicht umgesetzt werden können, ist eine ernsthafte Beschäftigung damit – z.B.
im Rahmen einer Teamsitzung – eine wichtige Erfahrung und eine weitere Form der
Wertschätzung.

Selbständigkeit fördern, Kompetenzen weiterentwickeln

FSSJler*innen sollten dauerhaft weder über- noch unterfordert sein. Fördern Sie es, wenn
Sie merken, dass im Laufe des FSSJ von den Jugendlichen schrittweise mehr
Verantwortung und Aufgaben übernommen werden können. Geben Sie ihnen gezielt
Aufgaben, mit denen sie sich – im angemessenen Rahmen – erproben können. Geben Sie
ihnen positive Rückmeldungen und Tipps.

Abschlussgespräch

Gute Engagementerfahrungen der Jugendlichen führen in der Regel auch zu einer
persönlichen Verbundenheit zu Ihrer Einrichtung. Trotzdem: Mit dem Ende des FSSJ gibt es
einen Schnitt und das Engagement der Jugendlichen ist erst einmal beendet. Insofern sollte
der Blick auf das, was geleistet wurde, im Abschlussgespräch ein Schwerpunkt sein.
Natürlich können und sollten Sie dieses Gespräch auch dazu nutzen, die zu
verabschiedenden FSSJlern*innen zum weiteren Mitmachen einzuladen. Bedenken Sie,
dass die Jugendlichen vielleicht im nächsten Schuljahr nicht mehr so viel Zeit aufwenden
möchten oder z.B. schulbedingt können. Welche Engagementmöglichkeiten haben Sie zu
bieten und sind diese gegebenenfalls auch zeitlich flexibel? Und auch wenn es aktuell keine
Fortsetzung des Engagements gibt, so haben Sie in jedem Fall eine positive Verbindung
geschaffen, die vielleicht später von den jungen Menschen wieder aufgegriffen wird.

Die Koordinierungsstelle ergänzt die Begleitung durch die Einsatzstelle mit Angeboten an die
FSSJler*innen zum Austausch, zur allg. Information, zur gemeinsamen Reflexion und zur
Fortbildung. Zudem ist die Koordinierungsstelle für alle Beteiligten Ansprechpartner bei
Fragen, Unklarheiten und Schwierigkeiten. Folgende konkrete Aktivitäten übernimmt die
Koordinierungsstelle:
Begrüßungsschreiben an die FSSJler*innen mit allen wichtigen FSSJ-
Einstiegsinformationen (z.B. Stundenzettel, Anzahl Ehrenamtsstunden) sobald die FSSJ-
Anmeldung dort eintrifft.
 Aufnahme in die FSSJ-whatsapp-Gruppe, durch die Infos weitergegeben werden und ein
niedrigschwelliger Kontakt zwischen FSSJler*innen und Koordinierungsstelle besteht.
Drei Treffen der FSSJler*innen (einmal pro Quartal), davon ein Kommunikations-
Workshop.
Besuch und Gespräch in den Einsatzstellen im Zeitraum Dezember-März. Ziel ist es,
einen Eindruck des Engagements vor Ort zu erhalten sowie in einzelnen Gesprächen
Rückmeldungen der FSSJler*innen und auch der Betreuer*innen in den Einsatzstellen
zum FSSJ zu bekommen.
Ein gemeinsames Auswertungstreffen mit FSSJler*innen, Einsatzstellen und Schulen zum
Ende des FSSJ
Abschlussveranstaltung mit Zeugnisübergabe zur öffentlichen Wertschätzung

Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wird bei bestimmten Tätigkeiten in der Kinder-
und Jugendarbeit laut Gesetz die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses verlangt.
Für Festangestellte in der Kinder- und Jugendarbeit ist dies Pflicht. Grundsätzlich sollten
auch alle Ehrenamtlichen, die Kinder und Jugendliche beaufsichtigen, betreuen, erziehen
ausbilden oder einen vergleichbaren Kontakt haben, ein erweitertes Führungszeugnis in ihrer
Einrichtung vorlegen. Dies trifft auch auf alle FSSJ-Betreuer*innen zu. Ehrenamtliche können
ein erweitertes Führungszeugnis kostenfrei beantragen, wenn Sie eine entsprechende
Bestätigung ihres Vereins/Trägers über die ehrenamtliche Tätigkeit vorlegen.

Brauchen FSSJler*innen auch ein erweitertes Führungszeugnis?
In der Regel sind FSSJler*innen im Team oder in Begleitung von Haupt- oder anderen
Ehrenamtlichen aktiv und beaufsichtigen und betreuen Kinder und Jugendliche nicht allein.
Sollte im Einzelfall der Bedarf gesehen werden, kann ein erweitertes Führungszeugnis ab 14
Jahren beantragt werden.

Ein FSSJ ist freiwillig und keinerlei Pflicht. Jugendliche investieren ihre Freizeit, um sich zu
engagieren und tun dies im Rahmen des FSSJ mit definiertem Umfang und Dauer. Sie
interessieren sich für die Einrichtung und die ehrenamtliche Tätigkeit, für die sie sich
entschieden haben. Dies sollten Einsatzstellen vor Augen haben und die jungen
Ehrenamtlichen willkommen heißen und sie gut begleiten, damit alle positive Erfahrungen
machen können.